Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2015

Made for Good - Gutes gründen

Über ihr Förderprogramm Made for Good unterstützen die Deutsche Bank und ihre Stiftungen Start-ups, innovative Firmen und Sozialunternehmen, die gesellschaftlichen Fortschritt vorantreiben. Mit Made for Good eröffnen wir ihnen den Zugang zu Ressourcen, um ihre Geschäftsidee zu verwirklichen, bieten Beratung und Coaching sowie Finanzierungshilfe und vermitteln Kontakte zu Netzwerken.

Rund 80 % aller Start-ups scheitern innerhalb der ersten 18 Monate. Social Start-ups sind davon besonders betroffen, weil 82 % der Kapitalgeber nicht bereit sind, Unternehmen in der Gründungsphase Risikokapital zur Verfügung zu stellen. Als Finanzdienstleister kann die Deutsche Bank hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie betreut sowohl zahlreiche junge als auch etablierte Unternehmen und bringt ihre Finanzexpertise in die verschiedenen Entwicklungsphasen ein.

Unsere Made for Good-Initiativen helfen bei der Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsplans. Sie bieten Beratung sowie Zugang zu Netzwerken und Kapitalgebern für:

  • Sozialunternehmen, gemeinnützige Organisationen und Start-ups mit positiver gesellschaftlicher oder ökologischer Wirkung
  • Klein- und Kleinstunternehmer, die ihren Familien einen Weg aus der Armut ermöglichen und Arbeitsplätze schaffen
  • technologie- und innovationsorientierte Unternehmen, die sich gesellschaftlichen Herausforderungen stellen
  • Gründer in der Kunst- und Kreativbranche, die das kulturelle Leben bereichern

Initiativen zur Stärkung von Kleinstunternehmern haben bei der Deutschen Bank eine lange Tradition: Als erste globale Bank haben wir 1997 einen Mikrofinanzfonds aufgelegt. Seitdem haben wir in Partnerschaft mit über 140 Mikrofinanzinstituten in 53 Ländern etwa 4 Mio Mikrokredite vergeben. Über Social Venture Funds stellen wir Kapital für Projekte zur Verfügung, die nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten nur wenig Aussicht auf Finanzierung haben oder eine Anschubfinanzierung benötigen, die sich erst Jahre später amortisiert. Im Jahr 2011 legten wir in Großbritannien den Impact Investment Fund mit einem Gesamtvolumen von 10 Mio £ auf, der es Sozialunternehmern ermöglicht, Finanzierungslücken zu schließen. Darüber hinaus haben die Social Impact gGmbH und die Deutsche Bank Stiftung mit der Crowdfunding-Plattform Social Impact Finance eine neue Beteiligungsmöglichkeit – insbesondere für Privatpersonen – geschaffen, die Sozialunternehmer in Deutschland in der schwierigen Gründungsphase unterstützt.

Ein Geschäftsplan und eine Strategie sind grundlegende Voraussetzungen für den Erfolg jedes Unternehmens, oft mangelt es Existenzgründern allerdings gerade hier an Erfahrung. Deutsche Bank-Mitarbeiter bringen ihre Fachkenntnisse ein, um den Gründern Kompetenzen und Selbstvertrauen zu vermitteln, die sie zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Mehr als 280 Kollegen engagieren sich als Juroren, Mentoren oder Coaches im Wettbewerb startsocial oder bei den Deutsche Bank Awards for Creative Enterprise (DBACE). Bereits seit 1993 unterstützt DBACE kreative Jungunternehmer in Großbritannien – 63 % von ihnen geben an, dass ihnen technische, praktische oder unternehmerische Fähigkeiten fehlen. Die DBACE-Gewinner erhalten nicht nur Unterstützung durch die Mentoren, sondern auch finanzielle Hilfe, die ihnen den Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit ebnet.

Die Deutsche Bank South Africa Foundation startete im Jahr 2015 das Alternate Income Generation-Projekt in enger Zusammenarbeit mit TSiBA, einer gemeinnützigen Wirtschaftsschule. Projektziel ist, Non-Profit-Organisationen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Abhängigkeit von Spenden reduzieren und sich neue Finanzierungsquellen erschließen können. In Deutschland haben wir in Partnerschaft mit der Social Impact gGmbH die Initiative Ready for Finance ins Leben gerufen, die ehrenamtliche Mentoren der Bank an soziale Start-ups vermittelt.

Der jährliche Wettbewerb Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen prämiert und fördert 100 wegweisende Initiativen, die Deutschland voranbringen. Mit dem Jahresthema 2015 – „Stadt, Land, Netz!“ – waren Innovatoren aus Wirtschaft, Forschung und Bildung angesprochen, die den digitalen Wandel in Deutschland überzeugend gestalten. 2016 steht der Wettbewerb unter dem Motto „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“.

Drei Personen unterhalten sich auf hölzenen Stufen sitzend (Foto)

170.000

Mehr als 170.000 Menschen in zwölf Ländern profitierten in den letzten fünf Jahren von unseren Start up-Projekten.

Made for Good – Gutes gründen: Kennzahlen 2015
Made for Good – Gutes gründen: Kennzahlen 2015 (Diagramm)Made for Good – Gutes gründen: Kennzahlen 2015 (Diagramm)

Ausblick

  • Initiativen zur Förderung von Start-ups unter dem Dach von Made for Good global bündeln und Projekte entlang festgelegter Kriterien strategisch überprüfen
  • Im Austausch mit Experten neue Formate entwickeln, um erfolgreiche Existenzgründungen, die gesellschaftlichen Mehrwert generieren, bedarfsgerecht zu unterstützen
  • Mehr Mitarbeiter dafür gewinnen, Sozialunternehmen mit ihrer Expertise zur Seite zu stehen
  • Kooperationen mit Wissenschaft und führenden Experten eingehen, um Rahmenbedingungen für Gründer zu verbessern
Weiterführende Informationen: