Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2015

Menschen und Gemeinschaften stärken

Als verantwortungsbewusster Unternehmensbürger investiert die Deutsche Bank in die Gesellschaften, in denen sie tätig ist. Wir arbeiten mit gemeinnützigen Partnern zusammen, um Bedürftige in Entwicklungs- und Schwellenländern zu unterstützen, tragen zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung benachteiligter Gemeinden bei und fördern Initiativen, die bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen. Unsere weltweiten Partnerschaften mit Kulturinstitutionen machen kulturelle Erlebnisse einem breiten Publikum zugänglich. Die Deutsche Bank und ihre Stiftungen leisten zudem Soforthilfe bei Naturkatastrophen und unterstützen den langfristigen Wiederaufbau der betroffenen Gebiete. Wann immer möglich, nutzen wir unsere Netzwerke und ermutigen unsere Mitarbeiter, sich als Corporate Volunteers zu engagieren, um Menschen und Gemeinschaften zu stärken.

Weltweit leben 1,5 Mrd Menschen in Armut, ohne ausreichende Gesundheitsversorgung oder Zugang zu Bildung. Weitere 800 Mio sind unmittelbar von Armut bedroht. In Entwicklungs- und Schwellenländern setzen wir uns deshalb dafür ein, die Situation der Ärmsten nachhaltig zu verbessern. Unsere Projekte und Fundraising-Aktivitäten sowie das Engagement unserer Corporate Volunteers helfen bei der Integration von Flüchtlingen oder unterstützen Menschen in Notsituationen (z. B. in Initiativen für obdachlose Menschen wie StreetSmart in Großbritannien und Hilf Mahl! in Deutschland oder die Kooperation mit der Banco Alimentare in Italien).

Häufig treffen Katastrophen genau jene am härtesten, die ohnehin schon unter schwierigsten Bedingungen leben. Die Deutsche Bank und ihre Stiftungen haben eine lange Tradition, unbürokratische Hilfe zu leisten und Wiederaufbaumaßnahmen effizient zu unterstützen. Ein Schwerpunkt im Frühjahr war die Unterstützung der Erdbebenopfer in Nepal. Im weiteren Verlauf des Jahres stand die Flüchtlingshilfe im Vordergrund.

Auch unser Engagement zur Stabilisierung von sozialen Brennpunkten trägt dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort zu verbessern – sei es in Indien, wo der sogenannte CSR Act Unternehmen dazu verpflichtet, einen Teil ihrer Gewinne in soziale Projekte zu investieren, oder in den USA, wo wir auf langfristige Partnerschaften setzen, die private Investitionen und staatliche Förderung vereinen, um die lokale Infrastruktur zu stärken. Unser Engagement geht weit über die gesetzlich geforderten Vorgaben des Community Reinvestment Act hinaus und wurde von der Federal Reserve Bank durchweg mit dem Prädikat „outstanding“ gewürdigt. Im Jahr 2015 haben wir durch Kredite in Höhe von 210 Mio US$, Investitionen in Höhe von 86 Mio US$ und Zuwendungen in Höhe von 8,4 Mio US$ zur Schaffung und Sanierung von bezahlbarem Wohnraum, zur Finanzierung von Kleinunternehmen sowie zum Aufbau von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen in benachteiligten Stadtgebieten beigetragen.

Darüber hinaus machen die Deutsche Bank und ihre Stiftungen kulturelle Erfahrungen, Musikerlebnisse und zeitgenössische Kunst auch weltweit möglichst vielen Menschen zugänglich – so z. B. im Rahmen unserer Partnerschaften mit den Berliner Philharmonikern, in internationalen Ausstellungen mit Exponaten aus der Sammlung Deutsche Bank und in Kooperation mit Konzerthäusern, Theatern, Galerien oder Museen. Im Jahr 2015 haben wir mehr als 2,4 Mio Menschen mit diesen Angeboten erreicht.

Darüber hinaus fördert die Deutsche Bank den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. In Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten ermöglichen wir interdisziplinäre Netzwerke und Forschung. Im Rahmen unserer Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde 2015 der Deutsche Bank Prize in Financial Economics an Stephen A. Ross vergeben.

Bis 2030 werden etwa fünf Mrd Menschen – 60 % der Weltbevölkerung – in urbanen Zentren leben. Städte generieren 80 % der globalen Wirtschaftsleistung und sind die Wachstumsmotoren vieler Volkswirtschaften. Die negativen Folgen dieses explosiven Wachstums überschatten jedoch oft die damit verbundenen Chancen. Deshalb ermöglichen wir Netzwerke und Initiativen, die innovativen Stadtentwicklungskonzepten eine Plattform bieten oder wirtschaftlichen Fortschritt fördern. Seit mehr als zehn Jahren erforscht die Alfred Herrhausen Gesellschaft der Deutschen Bank die Herausforderungen moderner Megastädte mit ihrem Projekt Urban Age, das Bürgermeister, Architekten, Stadtplaner, Wissenschaftler und NGOs zusammenbringt.

Durch Bewegungsunschärfe verschwommen dargestellte Menschen überqueren eine Straße (Foto)

1 Mio

Fast 1 Mio Menschen profitierten weltweit von unseren sozialen Projekten.

Menschen und Gemeinschaften stärken: Kennzahlen 2015
Menschen und Gemeinschaften stärken: Kennzahlen 2015 (Diagramm)Menschen und Gemeinschaften stärken: Kennzahlen 2015 (Diagramm)

Ausblick

  • In öffentlich-privaten Partnerschaften gemeinschaftlich gesellschaftliche Herausforderungen angehen
  • Lokales Engagement ausbauen, insbesondere die Initiativen zur Integration von Flüchtlingen und benachteiligten Menschen
  • Eine effiziente Online-Plattform aufsetzen, die globale Spendenaufrufe für unsere Partnerorganisationen ermöglicht
Weiterführende Informationen: