Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2015

Nachhaltigkeitsmanagement

Die Deutsche Bank verfügt seit 1999 über ein konzernweites Managementsystem nach ISO 14001. Aufgrund der Natur unseres Geschäfts wenden wir die Methoden dieses Standards über das reine Umweltmanagement hinaus auch auf soziale und Governance-Kriterien im Rahmen unseres Kerngeschäfts an. Unser Managementsystem umfasst Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten für eine effektive Implementierung unseres Nachhaltigkeitsprograms. Unser Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsleistung in unserem Kerngeschäft, unsere Maßnahmen im betrieblichen Umweltschutz und Nachhaltigkeitsaspekte in der Unternehmensführung kontinuierlich zu verbessern, indem wir unerwünschte Entwicklungen frühzeitig erkennen und unterbinden können. Als Teil des Nachhaltigkeitsmanagements wurde unser Umweltmanagementsystem extern überprüft und wurde im März 2015 bis zum Jahr 2018 rezertifiziert.

Maßnahmen und Ziele

Die hier beschriebenen Inhalte stehen in einem direkten Zusammenhang mit den Zielen und Maßnahmen im Rahmen der Rezertifizierung unseres Managementsystems von 2012 bis 2015. Weitere Informationen zu diesen Themen sind in den jeweiligen Kapiteln dieses Berichts dargelegt.

Unser Vorgehen orientiert sich auch weiterhin an den Zielen, die in unserem Nachhaltigkeitsmanagementsystem niedergelegt wurden. Wir haben nicht alle unsere gesetzten Ziele erreicht, konnten aber dennoch insgesamt gute Fortschritte verzeichnen.

  • ES-Risikomanagement: Im Laufe des Rezertifizierungszyklus haben wir unsere Managementprozesse für ökologische und soziale Risiken (ES-Risiken) verbessert und enger mit Kunden und anderen Interessengruppen an der Lösung kritischer Themen gearbeitet. Zudem haben wir ES-Risiken besser in unsere Managementinformationssysteme und unsere externe Berichterstattung integriert.
  • Privat- und Geschäftskunden: Die Strukturen zur Bereichssteuerung wurden im Laufe des Rezertifizierungszyklus verstärkt. Dies werden wir 2016 und darüber hinaus fortsetzen.
  • Asset und Wealth Management: Wir haben unsere ESG-Initiativen globaler aufgestellt und eine entsprechende Einheit dafür gebildet. Wir haben daran gearbeitet, das Wissen zu ESG-Themen bei unseren Kunden zu fördern, ESG-Faktoren verstärkt in unseren Investmentprozess zu integrieren, ein Rahmenwerk zu schaffen, das Richtlinien, einen vorausschauenden Prüfungprozess und die Umsetzung relevanter Weisungen umfasst, und unsere ESG-Aktivitäten besser zu kommunizieren.
  • Human Resources: Wir haben Nachhaltigkeitsaspekte in den Prozess der Leistungsbeurteilung integriert, um so unsere Mitarbeiter stärker für Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren und entsprechendes Verhalten zu fördern. Zudem haben wir unsere Selbstverpflichtung zur Förderung von Frauen in Führungspositionen (DAX 30 Erklärung) weiter umgesetzt. Bis zum Jahr 2018 wollen wir den Anteil von Frauen in den Verantwortungsstufen Director und Managing Director auf 25 % und den Anteil außertariflicher Mitarbeiterinnen auf 35 % erhöhen.
  • Betriebsökologie: Wir haben unsere Maßnahmen zur Vermeidung von CO2-Emissionen ausgebaut und unseren Geschäftsbetrieb weiterhin klimaneutral gestellt.
  • Corporate Citizenship: Wir haben unseren Corporate Citizenship-Ansatz einer strategischen Überprüfung unterzogen und die Wirkung sowie Effizienz unserer Initiativen gesteigert. Wir haben unsere Born to Be-Jugendprojekte ausgebaut und im Jahr 2015 rund 1,3 Mio junge Menschen damit erreicht, bis zum Jahr 2020 wollen wir diese Zahl auf fünf Mio Teilnehmer steigern. Zudem werden wir unsere Initiativen für Start-up- und Sozialunternehmen sowie benachteiligte Gemeinden ausbauen, wir werden unsere Corporate Volunteering-Initiativen weltweit vorantreiben und einen aktiven Beitrag zum gesellschaftspolitischen Diskurs leisten, um unsere Stakeholder wirkungsvoll einzubeziehen.

Unser Ziel ist es, unsere Prozesse weiter zu verbessern und Maßnahmen zu definieren, um unsere Geschäftsaktivitäten nachhaltig auszurichten. Wir haben begonnen, unser Nachhaltigkeitsmanagementsystem einer grundsätzlichen Überprüfung zu unterziehen, um es besser auf die umfassenden organisatorischen und personellen Veränderungen in der Deutschen Bank ausrichten zu können. Dieser Prozess war bis Ende des Berichtsjahres noch nicht abgeschlossen. Wir werden ihn im Jahr 2016 fortführen.