Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2015

Unsere Materialitätsanalyse

Wir analysieren und bewerten Faktoren, die einen wesentlichen Einfluss auf unser Geschäft haben können. Dabei berücksichtigen wir die Perspektive der Bank und Themenfelder, die unsere externen Stakeholder für relevant halten. Die unten aufgeführten nichtfinanziellen Aspekte können sich direkt, aber auch indirekt auf die Fähigkeit der Bank auswirken, ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Werte für ihre Stakeholder und die Gesellschaft insgesamt zu schaffen, zu erhalten oder möglicherweise zu gefährden.

Die Themenfelder haben wir unter Berücksichtigung globaler Trends und zukunftsorientierter Forschungsergebnisse priorisiert und hinsichtlich ihres Einflusses auf unser Unternehmen validiert. Siehe Kapitel Globale Trends Hierzu haben wir einen umfassenden Prozess zur Materialitätsanalyse etabliert:

Phase 11: Ermittlung der relevanten Themenfelder entsprechend der GRI G4-Berichtsstandards.

  • Berücksichtigung der SASB-Indikatoren für den Finanzsektor
  • Quellen- und Wettbewerbsanalysen
  • Überprüfung der aktuellen internen Leistungsindikatoren
  • Themen aus Stakeholder-Engagement-Prozessen
  • Schwerpunkte der Strategie 2015+

Phase 2 und 3: Priorisierung und Validierung

  • Vorauswahl relevanter Aspekte und Themenfelder auf Basis der Ergebnisse aus Phase 1
  • Workshops mit einer internen Arbeitsgruppe unter der Leitung eines externen Spezialisten zur Identifizierung von elf Schwerpunktthemen
  • Interne Validierung der Schwerpunktthemen durch die Befragung von rund 270 Mitarbeitern. Die Auswahl der Befragten berücksichtigte folgende Kriterien: Tätigkeitsfeld, regionale Anbindung und Hierarchieebene; 41 % der Befragten waren Managing Directors der Bank; 25 % aller Befragten haben an der Umfrage teilgenommen

Im Jahr 2015 haben wir die Validierung der ermittelten Themenfelder weitergeführt. Mithilfe eines Markforschungsinstituts befragten wir 400 externe Stakeholder im Rahmen einer Online-Umfrage. Die Beteiligungsrate betrug 21 %. Die Mehrheit der Befragten (90 %) gab an, sich mindestens einmal pro Tag mit Fragestellungen zum Thema Nachhaltigkeit zu befassen. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer waren Experten aus den Bereichen ESG und Nachhaltigkeit (58 %).

Die Ergebnisse der externen Befragung flossen in unsere bestehende Materialitätsmatrix ein. Über die statistische Auswertung hinaus wurde im Rahmen der Analyse das komplexe Wechselspiel zwischen den Themenfeldern und teilweise auch eine fehlende Prägnanz in den Begrifflichkeiten deutlich. Aus diesem Grund haben wir mehrere Aspekte unter dem Themenfeld Ethisches Verhalten & Governance zusammengefasst. Themen wie beispielsweise Menschenrechte und Klimawandel haben wir auf Anregung unserer Stakeholder hin deutlicher hervorgehoben. Siehe Kapitel Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Im zweiten Halbjahr 2015 haben wir die Ergebnisse unserer Materialitätsanalyse mit Investoren diskutiert. Ihre Rückmeldungen bestätigten im Wesentlichen die von uns ermittelten Themenschwerpunkte und sind in unsere Berichterstattung 2015 eingeflossen. Siehe Kapitel Stakeholderdialog

Wesentliche ESG-Themenfelder
Wesentliche ESG-Themenfelder (Diagramm)Wesentliche ESG-Themenfelder (Diagramm)

Das Thema Geschäftskontinuität ist in diesem Bericht nicht abgedeckt.

Unser Materialitätsprozess umfasst die Aktivitäten in unseren Geschäftsbereichen und Infrastrukturfunktionen auf globaler Ebene. Wir haben jedoch die Grenzen möglicher Auswirkungen in und außerhalb der Bank diskutiert, da nicht alle Geschäftsfelder und Stakeholder im gleichen Maß von einzelnen Faktoren betroffen sind. Im Asset Management und Corporate Banking ergeben sich beispielsweise die meisten ESG-relevanten Fragestellungen indirekt durch die Unternehmen, in die wir investieren oder mit denen wir eine Geschäftsbeziehung pflegen, sowie durch regionale Faktoren. Im Privatkundensegment dagegen liegen die Auswirkungen tendenziell beim Kunden. Im Rahmen unserer Corporate Citizenship-Aktivitäten beschäftigen wir uns mit verschiedenen Themenkomplexen zum Wohle der Gemeinden, in denen wir tätig sind. Siehe Kapitel Gesellschaft

Die unterschiedlichen Perspektiven und Erwartungen von internen und externen Stakeholdern angemessen zu berücksichtigen bleibt für uns eine komplexe Herausforderung. Auch im Jahr 2016 wollen wir den regelmäßigen Austausch mit unseren verschiedenen Stakeholder-Gruppen dazu nutzen, unsere Materialitätsanalyse zu ergänzen und an aktuelle Themen und Trends anzupassen.

1 Weitere Einzelheiten zur ersten Prozessphase finden Sie im CR-Bericht 2014: cr-bericht.db.com/14/materialität

Welche Nachhaltigkeitsthemen halten Sie für besonders wichtig? (Bis zu drei Antworten möglich)

Welche globalen Entwicklungen werden Ihrer Meinung nach in den nächsten zehn Jahren an Einfluss – direkt oder indirekt – auf den Finanzsektor gewinnen? (Bis zu drei Antworten möglich)

Welcher Gruppe gehören Sie an?

Weitere Möglichkeiten: