Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2015

Einhaltung von Sanktionen und Embargos

Nationale Behörden, Wirtschaftsräume wie die EU und multilaterale Institutionen wie die UN können restriktive Maßnahmen gegenüber Ländern, Organisationen, Konzernen sowie Rechts- und Privatpersonen ergreifen, die gegen international anerkannte Verhaltensregeln und Normen verstoßen. Diese Maßnahmen bezeichnet man im Allgemeinen als Embargo oder Sanktionen.

Es liegt in der Verantwortung der Bank, Gesetze und verbindliche Vorschriften, die in Zusammenhang mit Finanz- und Wirtschaftssanktionen stehen, regelmäßig zu überwachen und zu bewerten und die Regelungen, die für unsere Geschäftstätigkeit relevant sind, zu befolgen. Finanz- und Wirtschaftssanktionen können Bestimmungen der EU, der Deutschen Bundesbank, des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und anderer Behörden wie des US-Finanzbüros zur Kontrolle ausländischer Vermögen (US Office of Foreign Assets Control) und des britischen Finanzministeriums (HM Treasury) sein.

Konzernweit gültige interne Richtlinien zu Embargos und Ländern mit besonderen Risiken sowie Regelungen zum Umgang mit dem US Office of Foreign Assets Control helfen uns, Risiken aus Kundenbeziehungen bereits beim Onboarding und regelmäßig während einer laufenden Geschäftsbeziehung zu bewerten und zu minimieren. Darüber hinaus decken unsere Richtlinien Risiken ab, die in Zusammenhang mit bestimmten Transaktionen, Ländern oder Gütern stehen.

Ein global ausgerichtetes Team mit Standorten in Frankfurt am Main, London, Singapur und New York steuert unseren Umgang mit Sanktionen und Embargos. Es richtet sein Augenmerk besonders auf bewusstseinsbildende Maßnahmen und die Schulung von Mitarbeitern. Hierzu haben wir auch im Jahr 2015 wieder zahlreiche Schulungen durchgeführt und zum Beispiel proaktiv und umfassend über alle Veränderungen der Sanktionen gegen die Krim und die Ostukraine informiert. Zudem bekräftigten wir wiederholt, unser Vorgehen bei Geschäften mit dem Iran, trotz der teilweisen Aufhebung der Sanktionen gegen das Land, bis auf weiteres nicht zu lockern.