Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2015

Austausch mit Stakeholdern

  • SRI Roadshows in Paris und London durchgeführt
  • Diskussion zu den Leitprinzipien zu Unternehmen und Menschenrechten
  • Fünfter ESG Corporate Day im Asset Management durchgeführt

Unser Geschäftsumfeld unterliegt ständig Veränderungen. Der regelmäßige und offene Austausch mit unseren Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und Vertretern der Gesellschaft liefert uns wichtige Hinweise auf zukünftige Entwicklungen und hilft uns, unsere Geschäftstätigkeit verantwortungsvoll auszurichten. Er trägt insbesondere dazu bei:

  • die Belange unserer Stakeholder besser zu verstehen,
  • mögliche Auswirkungen von globalen Entwicklungen und Vorschriften aktiv anzugehen,
  • Geschäftsrisiken zu minimieren und -chancen frühzeitig zu erkennen,
  • fundierte Entscheidungen zu treffen,
  • Standards und freiwillige Verpflichtungen im Finanzsektor mitzugestalten,
  • den Nutzen unserer Produkte und Dienstleistungen darzustellen,
  • unsere Position zu Schlüsselthemen darzulegen und
  • gegenseitiges Verständnis für komplexe Themen zu fördern.

Die Ergebnisse unseres Dialogs fließen in unsere Materialitätsanalyse und unser Nachhaltigkeitsmanagement sowie in unser ES-Risikomanagement und unsere jährliche Berichterstattung ein. Die Interessen unserer Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und der Gesellschaft widersprechen sich zum Teil. Interessenkonflikte versuchen wir angemessen auszubalancieren. Dabei sind wir für konstruktive Kritik offen und lassen sie in unsere Entscheidungs- und Prüfungsprozesse einfließen.

Unser Ansatz

Neben unseren regelmäßigen Investor Relations-Aktivitäten und der Jahreshauptversammlung beruht der systematische Austausch mit unseren Interessengruppen auf drei Säulen: Wir führen eigene Veranstaltungen und Aktivitäten im Kontext der Nachhaltigkeit durch, bringen uns in Foren und Arbeitsgruppen sowie bei Veranstaltungen ein und tauschen uns anlassbezogen mit Stakeholdern zu aktuellen Themen aus.

Durchführung eigener Veranstaltungen und Aktivitäten

Unsere jährliche Mitarbeiterbefragung Siehe Kapitel Mitarbeiter liefert uns wertvolle Hinweise, wie unsere Mitarbeiter zum Beispiel die Umsetzung der Werte und Überzeugungen in der Deutschen Bank wahrnehmen. Wir hinterfragen regelmäßig, wie zufrieden unsere Kunden mit unseren Produkten und Serviceleistungen sind, Siehe Kapitel Kundenorientierung und informieren über aktuelle Themen über unsere Internetkanäle oder im Rahmen unserer Pressearbeit. Vor dem Hintergrund massiver Regulierungsanforderungen im Finanzsektor pflegen wir laufende Beziehungen zu Regulatoren Siehe Kapitel Regulatory Affairs und beteiligen uns an öffentlichen Konsultationsverfahren.

Aktivitäten im Jahr 2015:

  • Gespräch mit rund 20 Investoren während der SRI-Roadshows in Paris und London über unsere Nachhaltigkeitsleistung. Im Mittelpunkt des Austausches standen Aspekte der Governance sowie des Datenschutzes und der IT-Sicherheit. Die Themen Klimaschutz und unser Vorgehen bei Investitionen in fossile Brennstoffe gewannen an Bedeutung.
  • Einzelgespräche mit Investoren. Dabei wurden insbesondere Governance-Aspekte und allgemeine Fragestellungen zur Nachhaltigkeit thematisiert.
  • Durchführung des fünften ESG Corporate Day der Deutschen Asset and Wealth Management. Rund 25 deutsche DAX-/MDAX-Kunden und ESG-Experten aus der Wissenschaft sowie Vertreter der ESG-Community nahmen an der Veranstaltung teil und informierten sich über aktuelle Trends. Dazu zählten die Themen „grüne“ Anleihen, integrierte Berichterstattung und ESG-Investmentstrategien.
  • Unterstützung des Investoren-Netzwerks des International Integrated Reporting Council durch Deutsche AWM.
  • Diskussion der Ergebnisse unserer Materialitätsanalyse mit vier europäischen Investorent;
  • konstruktiver Dialog mit Nichtregierungsorganisationen. Im Rahmen der Banking Environment Initiative (BEI) haben wir beispielsweise Maßnahmen zur Vermeidung des Abholzens von Wäldern unterstützt.

Teilnahme an Foren, Veranstaltungen und Arbeitsgruppen

  • Wir haben uns in Verbänden und Arbeitsgruppen engagiert und beispielsweise mit econsense-Mitgliedern über Nachhaltigkeitsratings- und -reporting diskutiert. Zudem beteiligten wir uns an der Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit“ des Bundesverbands deutscher Banken.
  • In enger Zusammenarbeit mit Branchenexperten und externen Fachleuten haben wir zahlreiche umweltpolitische und soziale Themen erörtert und entsprechende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu zählte beispielsweise die Beteiligung an der Thun-Gruppe, die sich mit der Umsetzung der UN-Leitprinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechten im Bankenbereich befasst.
  • Im Rahmen der Banking Environment Initiative haben wir technische Unterstützung für den Soft Commodities Compact geleistet. Es folgte ein intensiver Austausch mit dem Consumer Goods Forum und Vertretern weiterer Interessengruppen aus unterschiedlichen Bereichen.
  • Wir tauschten uns mit Studenten und Auszubildenden über unseren Nachhaltigkeitsansatz aus.

Kritischer Meinungsaustausch mit unseren Stakeholdern zu aktuellen Themen

  • Wir erläuterten unseren Managementansatz für Umwelt und Sozialrisiken gegenüber kritischen Stakeholdern und gingen dabei insbesondere auf unser Vorgehen bei Kundenbeziehungen ein, die von NGOs als kontrovers eingestuft werden. Im Fokus der Gespräche standen unsere Position und zukünftige Strategie bei Transaktionen im Bereich des Kohlebergbaus und der Stromerzeugung.